Engagement
Gemeinsam stark:
Die DEVK beim CSD
Mit eigener Fußgruppe und Wagen setze sich die DEVK beim Christopher Street Day (CSD) in Köln für die Rechte queerer…
07.07.2026
Zuhause
Am 14. Juli ist die Flut im Ahrtal genau fünf Jahre her. Vieles ist heute wieder aufgebaut, aber manche Wunden bleiben. Betroffene wissen, dass ihr kleines Glück schnell bedroht sein kann – vor allem durch Starkregen. Die Elementarschadenversicherung zahlt den Wiederaufbau.
Zu Hause möchten wir uns sicher fühlen – „Home sweet Home“ oder besser: „Home safe Home“. Doch gegen die gewaltigen Kräfte der Natur sind auch die stärksten vier Wände machtlos. Das haben die Menschen im Ahrtal erlebt und darüber sind sich auch heute viele im Klaren. Laut einer repräsentativen Civey-Umfrage im Auftrag der DEVK gehen 66 Prozent der Bevölkerung in Deutschland davon aus, dass Starkregen, Überschwemmung und Hochwasser bei ihnen zu Hause Schäden verursachen könnten.
Starkregen und Überschwemmungen halten die meisten Menschen in Deutschland als wahrscheinlichste Bedrohung für ihr Zuhause. Die interaktive Karte zeigt die Höchstwerte je Bundesland.
Zwar hat sich im Bereich Katastrophenschutz inzwischen einiges getan, aber es mangelt an Maßnahmen, die wirksam Regenmengen ableiten können. So fehlt es weiterhin an Rückhaltebecken. Im engen Ahrtal hatte sich das Wasser besonders gestaut. „Die Ahrflut war herausragend“, sagt Schadenregulierer Ralf Keischgens. Nicht wegen der vielen Schäden an Wohnhäusern – die hat er schon oft gesehen, zum Beispiel beim Oderhochwasser. „Die Infrastruktur in den betroffenen Gebieten war so kaputt, dass ich Probleme hatte, dorthin zu kommen. Auch die Masse an Totalschäden war enorm.“ Dass Häuser nicht mehr saniert werden konnten, sondern abgerissen und neu gebaut werden mussten, liegt vor allem am Heizöl. Tanks waren umgekippt und das ausgelaufene Öl verseuchte das Mauerwerk.
„Die Ahrflut war herausragend. Auch die Masse an Totalschäden war enorm.“
Im Schadenfall hilft eine Versicherung gegen weitere Naturgefahren – also Elementarschäden. Übliche Wohngebäudepolicen decken diese jedoch häufig nicht ab. Sie greifen zwar bei Sturm- und Hagelschäden, nicht jedoch bei Überflutungen, Starkregen, Erdbeben oder Lawinen. Die DEVK bietet bei neuen Verträgen bereits standardmäßig eine Elementardeckung an – schon seit 15 Jahren. „Bei uns müssen Kundinnen und Kunden seit 2011 die Elementardeckung bewusst abwählen, wenn sie darauf verzichten möchten“, erklärt Vorstandsmitglied Dr. Michael Zons. „Damit schützen wir unsere Versicherten vor bösem Erwachen, falls doch etwas passiert.“
„Bei uns müssen Kundinnen und Kunden seit 2011 die Elementardeckung bewusst abwählen, wenn sie darauf verzichten möchten.“
Elementarschäden werden bis heute unterschätzt. Simulationen zeigen, dass Künstliche Intelligenz das Risiko an der Ahr besser erkannt hätte. Die DEVK geht deshalb bei der Einschätzung von Elementarrisiken neue Wege. Sie nutzt nicht nur das klassische Zonierungssystem vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft, sondern darüber hinaus weitere Datenquellen wie KI-Modelle, die eine noch genauere Risikoabschätzung ermöglichen – auch für Regionen mit geringer Schadenhistorie.
Ist das Haus nach einer Überflutung unbewohnbar, entstehen allein für die Unterbringung in einem Hotel oder einer Ferienwohnung horrende Kosten, bis die Sanierung abgeschlossen ist. Die DEVK zahlt dafür im Premium-Schutz bis zu einem Jahr lang 150 Euro pro Tag – insgesamt fast 55.000 Euro. Außerdem gibt es Geld für psychologische Betreuung, Energieberatung, Gefahrenberatung und Präventionsmaßnahmen. Der neue Wohngebäudetarif bietet außerdem in allen Tarifen besseren Schutz bei Überschwemmungen über Balkone, Loggien und Dachterrassen. Mitversichert sind auch Mehrkosten für die umweltfreundliche und energieeffiziente Modernisierung nach einem Schadenfall.
Die Politik diskutiert aktuell über ein Gesetz, das für Häuser eine verpflichtende Versicherung gegen Schäden durch Naturgefahren vorsieht. Die Umsetzung lässt jedoch auf sich warten.
Was tun, wenn das Wasser kommt? Diese Tipps können Leben retten:
Am Ende geht es um mehr als um Mauern, Möbel oder Modernisierung. Es geht um den Ort, an dem wir uns zu Hause fühlen – um unser ganz persönliches „Home safe Home“. Eine Elementarschadenversicherung kann zwar kein Unwetter verhindern, aber die Sorge nehmen, dass es die eigene finanzielle Existenz gefährdet. Der Extra-Schutz für die Wohngebäude- und Hausratversicherung gibt Sicherheit in Momenten, in denen uns die Natur daran erinnert, wie verletzlich wir sind. Die Zuversicht, das eigene Zuhause nach Zerstörungen wieder aufbauen zu können, ist ein gutes Gefühl. Auch, wenn man nur auf dem Sofa sitzt und zusieht, wie die Regentropfen gegen die Scheibe trommeln.
Anhaltender Starkregen kann in jeder Region auftreten und verursacht deshalb wesentlich häufiger Hausrat- und Gebäudeschäden als Flusshochwasser. Bei solchen Überschwemmungen zahlt nur eine zusätzliche Elementarschadenpolice, die auch weitere Naturgefahren abdeckt.