Engagement
Gemeinsam stark:
Die DEVK beim CSD
Mit eigener Fußgruppe und Wagen setze sich die DEVK beim Christopher Street Day (CSD) in Köln für die Rechte queerer…
07.07.2026
Menschen
Wer Judith Schroers begegnet, spürt sofort ihre Wärme, Bescheidenheit und Tatkraft. Auf die Frage, wie sie sich selbst beschreiben würde, antwortet sie nach einem kurzen, ehrlichen Nachdenken: „Demütig, fröhlich, zuverlässig, gläubig.“ Ihr Glaube, sagt sie, spiele für sie eine zentrale Rolle. Und das merkt man – nicht an großen Worten, sondern an dem, was sie tut: Judith setzt sich ein, unermüdlich und mit viel Herz. Soziales Engagement ist fester Bestandteil ihres Lebens.
„Ich hatte schon immer eine soziale Ader“, erinnert sie sich. Früh folgte darauf auch die erste gute Tat: Judith spendete Stammzellen bei der DKMS – ein prägendes Erlebnis und der Startschuss für ihr soziales Engagement, das sie sogar auf die Titelseite des damaligen DEVK internen Magazins „i Punkt“ brachte. Judith hilft dort, wo sie gebraucht wird. Sie folgt keinem festen Plan, sondern ihrem Gefühl. „Beim Einkaufen denke ich zum Beispiel direkt an Hilfskartons für Obdachlose. Das kostet mich kaum Zeit, macht aber viel aus.“ Für Judith ist Helfen längst eine Art Hobby geworden – und sogar Stressabbau: „Andere gehen zum Sport oder Häkeln – und ich mache halt sowas.“
Wie groß ihre Leidenschaft ist, zeigt die Vielfalt ihrer Projekte: von Spendensammlungen wie „Weihnachten im Schuhkarton“ über die Unterstützung des Hunde-Seniorenheims „Rheinperle“ in Dormagen bis hin zur Essener Tafel.
Während der Coronazeit sah sie einen Bericht über bedrohte Chinchillas – und fasste gemeinsam mit ihrem Mann Thorsten den Entschluss: „Wir müssen helfen!“ Im neu gebauten Haus richteten sie eine Pflegestelle ein, samt eigenem Zimmer für die quirligen Wollmäuse. Mit einem Schmunzeln ergänzt sie: „Wenn Sie meinen Mann fragen, hat er sich sein Leben bestimmt anders vorgestellt.“ Sieben Chinchillas wohnen heute noch bei Familie Schroers – nicht mehr als Pflegetiere, sondern als Familienmitglieder. „Jeder hat seinen eigenen Charakter. Die gebe ich nicht mehr her.“
Auch ihr verstorbener Kater Johnny war ein solcher Herzensfall. Ihr Mann wünschte sich eine Katze – Judith war sofort dabei, aber mit einer Bedingung: „Mir war wichtig, dass es ein Tier ist, das schwer vermittelbar ist, das niemanden hat.“ Johnny zog mit 18 Jahren aus dem Tierheim Köln-Zollstock ein. „Ich glaube, am Anfang fand er uns total doof“, lacht Judith. Vier erfüllte Jahre lang verbrachte er bei ihnen seinen Lebensabend.
„Mit jedem Projekt machen wir die Welt ein kleines bisschen besser.“
Was Judith antreibt – auch in ihrem Berufsalltag – sind die vielen Begegnungen: „Jedes kleine Gespräch, jeder Moment: Das ist einfach unglaublich schön.“ Und es motiviert sie, zusammen mit anderen Helferinnen und Helfern aktiv zu sein. „Wenn ich am Wochenende irgendwo unterstützen kann, dann gehe ich montags auch viel energiegeladener zur Arbeit.“
Heute leitet sie die Gruppen Vertriebsservice und zentrale Dienste der DEVK-Regionaldirektion Essen und ist zugleich eine der Kolleginnen, die man ruft, wenn ein soziales Projekt umgesetzt werden soll. Insgesamt organisiert sie gemeinsam mit ihrem Team vier „Social Days“ im Jahr: „Es ist toll, dass ich auch im Rahmen meines Jobs etwas Gutes tun kann und soziales Engagement bei der DEVK so gelebt und unterstützt wird“, freut sie sich.
Der erste „Social Day“ in diesem Jahr führte Anfang April ins Tierheim Essen, wo Futter, Decken und Spielsachen gesammelt wurden – ein voller Erfolg für Hund, Katze, Maus und Mensch. „Es ist großartig zu sehen, wie sich mein Team bei unseren sozialen Projekten reinhängt“, erzählt Judith stolz.
Ein besonders emotionaler Moment war für sie, als sie auf der Jahresauftakttagung der DEVK-Regionaldirektion Essen im Februar 2026 von der Geschäftsleitung mit dem „Social Award“ geehrt wurde. „Ich war einfach baff. Und unser Geschäftsführer hat so eine tolle Rede gehalten. Das ist für mich Wertschätzung“, so Judith.
Ihr großer Traum für die Zukunft? „Wenn ich mal im Lotto gewinne, dann würde ich mit meinem Mann zusammen einen Lebenshof führen – einen Ort für all diejenigen, egal ob Mensch oder Tier, die keinen haben, die oft vergessen oder übersehen werden.“ Vielleicht wird dieser Traum einmal Realität. Bis dahin macht Judith Schroers weiter das, was sie am besten kann: Glück teilen – und die Welt damit ein kleines Stück heller machen.
Hier geht es zu Judiths ganz besonderem Herzensprojekt – der Tierschutzorganisation „Hundeseniorenheim Rheinperle“ in Dormagen.